November 17, 2009 von geraintcb
Ruhig ist es geworden in letzter Zeit. Fast schon zu ruhig. Einige Dinge sind im Sande verlaufen – Yarna zum Beispiel ist seit einiger Zeit verschwunden. Und damit sind auch die entsprechenden Nachforschungen schwerer geworden, vielleicht sogar unmöglich. Ich frage mich, wo das Kind nur steckt.
Nach den ganzen Dingen, die wir erfahren und gemutmaßt haben, da tritt auf einmal dieses totale Stille ein. Ist das noch ein größerer Grund zur Sorge? Kommt auf einmal der große Knall?
Ich selbst bin wieder in alte Gewohnheiten verfallen und habe mich in meinem Haus vergraben. Es gab aber auch einfach zu viele interessante Dinge, die ich mir ansehen und untersuchen wollte. Und wie immer, wenn ich mich dermaßen auf die Arbeit stürze, vergeht die Zeit scheinbar wie im Fluge. Ist es tatsächlich schon so lange her, dass ich meinen letzten Eintrag gemacht habe? Unglaublich.
Trotzdem glaube ich, dass wir uns schon bald wieder wünschen werden, dermaßen ruhig und beschaulich unser Leben führen zu können. Mein Gefühl sagt mir, dass am Horizont schon wieder neue dunkle Wolken auf uns lauern. Gerüchten zur Folge rührt sich der Feind im Düsterwald. Dol Guldur, einst eine Hochburg des Feindes im Düsterwald, soll wieder besetzt sein. Die Galadhrim klagen über Überfalle aus dem Norden. Orks halten das andere Ufer des Anduin besetzt und empfangen jeden mit Pfeilen, der eine Überquerung versucht. Bisher sind sie damit sehr erfolgreich.
Um allem die Krone aufzusetzen soll hinter all dem einer der Neun stecken. Sollte dies war und nicht nur ein Gerücht sein, dann stehen uns harte Zeiten bevor. Wenn der Feind einen der Ringgeister schickt, hat er größeres vor.

Vielleicht ist die Phase, die wir gerade erleben, einfach nur die berühmte Ruhe vor dem Sturm. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur ein alter Mann, der sich zu viele Gedanken macht.
So oder so, ich werde mich jetzt erst einmal auf den Weg machen, zum Sippenhaus gehen und dort nachforschen, was sich in letzter Zeit so getan hat.
Die Geschichte von Sonnenwind ist noch nicht am Ende angelangt, da bin ich mir sicher.
Veröffentlicht in Faronthir, Herr der Ringe Online, Notizbuch | Kommentar schreiben »
September 28, 2009 von geraintcb
Die Geschehnisse der letzten Stunden waren beeindruckend. Ich werde aus Yarna immer noch nicht ganz schlau, statt Antworten erhalten wir nur immer mehr Fragen.
Zu bestimmten Zeiten, anscheinend immer dann, wenn Yarnas eigene Persönlichkeit ausgeschaltet ist, zum Beispiel aus Erschöpfung oder Schwäche, dringt der Geist einer anderen Person zu ihr durch. Ich benutze das Wort „Geist“, sowohl im Sinne eines bösen Geistes, als auch im Sinne von Gedanken eines noch lebenden Wesens.
Vor kurzem hatte Yarna wohl wieder einen dieser Anfälle, wobei Tulucam und Silbion zugegen waren. Die beiden hatten Yarna dann in Elronds Haus nach Bruchtal gebracht. Ich erfuhr dies erst, als ich auf dort auf die Gefährten traf. Ich hatte ursprünglich die Gelegenheit genutzt und einige Bücher in Herrn Elronds Bibliothek gesichtet.
Weiterlesen »
Veröffentlicht in Epische Geschichte von Sonnenwind, Faronthir, Notizbuch | Verschlagwortet mit Silbion, Tulucam, Yarna | Kommentar schreiben »
September 16, 2009 von geraintcb
Das ist mir in meiner ganzen Zeit, die ich von meiner Heimat getrennt bin, noch nicht passiert.
Gestern ging eine, ich muss sagen recht große, Gruppe der Sippe Sonnenwind den Pfad zu Thorins Hallen entlang. Es hatte ein Einladung von einem Zwerg namens Garomur gegeben. Ich kannte die Details nicht genau, aber mir war nach einem Ausflug, und so zog ich mit. Während der Weg hinauf in den Norden recht angenehm war – vor allem Achas hatte ihre Freude an der kalten Luft – war der Empfang alles andere als herzlich.
Weiterlesen »
Veröffentlicht in Faronthir, Notizbuch | Verschlagwortet mit Sonnenwind, Thorins Halle, Zwerge | Kommentar schreiben »
Juli 17, 2009 von geraintcb
Es ist geschafft. Ich weiss immer noch nicht so genau, wie und warum, aber es ist geschafft.
Eine seltsame Geschichte. Nach meinem Traum rappelte ich mich auf, um zu den Anderen zu gehen. Doch unterwegs kam mir der Gedanke, dass ich besser erst einmal zu meinem Haus gehen sollte. Ich sah eher verboten aus in meiner zerschlissenen und verdreckten Kleidung. Mein Haus in der Siedlung Falathorn lag leer und verlassen da. Kein Tier war in der Nähe zu sehen, und das tat mir in der Seele weh.
Weiterlesen »
Veröffentlicht in Epische Geschichte von Sonnenwind, Faronthir, Faronthirs tierische Begleiter, Notizbuch | Kommentar schreiben »
Juli 10, 2009 von geraintcb
Faronthir lag auf seinem improvisierten Lager und schlief unruhig. Sein Traum war wirr, Schatten jagten ihn, wiederliche Fratzen verhöhnten ihn und um ihn herum war lautes Jammern und Kreischen.Über allem lag eine Art Summen, das sich wie ein roter Faden durch den Traum zog. Manchmal glaubte Faronthir, in dem Summen eine Stimme zu hören, die zu ihm sprach, ohne dass er die Worte verstehen konnte. Aber sicherlich hätte er die Worte nicht besonders gemocht.
Weiterlesen »
Veröffentlicht in Epische Geschichte von Sonnenwind, Erzählung, Faronthir, Faronthirs tierische Begleiter | Kommentar schreiben »
Juli 7, 2009 von geraintcb
Ich bin nicht mehr allein. Wie sie es geschafft hat, weiss ich nicht, doch gestern Abend stand auf einmal Achas vor dem Eingang meiner Zufluchtsstätte. Vermutlich hat sie ihre feine Nase hierher geführt, oder sie besitzt einen Instinkt, der mir unbekannt ist. Sie stand einfach nur da und blickte in meine Kammer hinein. Hätte der Wind nicht gedreht und ihren Geruch in meine Richtung getragen, ich hätte sie vermutlich überhaupt nicht bemerkt.
Mir schlug das Herz bis zum Hals. Ich hatte sie sofort erkannt, aber ich hatte Angst davor, wie sie auf mich reagieren würde, nachdem ich ihr und den Anderen so übel mitgespielt hatte. Ganz vorsichtig bin ich auf sie zugegangen. Ihre Augen waren – es ist schwer zu beschreiben. Da war keine Anklage, sondern Verständniss und eine grimmige Entschlossenheit. Ich streichelte über ihren großen Kopf, dann sank ich auf die Knie und umarmte das Tier. Wie lange ich so dort hockte, weiss ich nicht, aber es hat mir unheimlich gut getan.
Wir waren dann noch unterwegs – sie drängte mich geradezu, mein Verteck zu verlassen. Einen Widerspruch hätte sie sicher nicht zugelassen. Ich habe mich vorsichtig unter die Leute am Bühl gemischt – ist denn tatsächlich schon wieder ein Fest im Gange – und habe mir dort frische Nahrungsmittel besorgt.
Aber noch bin ich nicht bereit, mein Versteck endgültig zu verlassen. Noch nicht. Ich bin immer noch nicht völlig Herr über mich selbst. Ob ich das jemals wieder sein werde?
Veröffentlicht in Epische Geschichte von Sonnenwind, Faronthir, Faronthirs tierische Begleiter, Notizbuch | Kommentar schreiben »
Juni 30, 2009 von geraintcb
Im Original ist dies Streets of London ein Lied von Ralph McTell, und schon beim ersten Zuhören habe ich den Text leicht umgedichtet. Die Änderungen sind nur minimal, erfordern dichterische Freiheit und sind sicherlich nicht besonders gut, aber mit gefällt’s
Weiterlesen »
Veröffentlicht in Experimentell, OOC enthalten | Verschlagwortet mit Bree, streets of bree-town, streets of london | Kommentar schreiben »
Juni 24, 2009 von geraintcb
Diese Geschichte fällt unter die Kategorie „Weltfremd“, denn sie stammt noch aus meiner SWG-Zeit. Wer sich also nicht von LotRO ablenken lassen will, der sollte nicht weiterlesen
Weiterlesen »
Veröffentlicht in Weltfremd | Verschlagwortet mit fan fiction, fanfic, Naboo, Ranger, Star Wars, Star Wars Galaxies | 1 Kommentar »
Juni 19, 2009 von geraintcb
Ich bin jetzt schon seit – seit einigen Tagen hier an diesem Ort, vielleicht auch schon seit Wochen. Wie sehr ich doch die Hobbitküche vermisse. Hier lebe ich nur von den Beeren und Wurzeln, die ich finde, und ab und zu erwische ich auch einmal ein Kaninchen, einmal bisher sogar einen Keiler.
Momentan regnet es draußen. Der Regen fällt einfach so wie lange Schnüre vom Himmel, es geht fast kein Wind. Es ist alles unglaublich deprimierend. Langsam habe ich das Gefühl, dass ich den Verstand verliere, so einsam wie ich hier draußen bin. Doch wage ich mich einfach nicht hier weg. Es ist schon gut, dass ich meine Gedanken meist aufzeichne, sonst hätte ich wohl schon wieder vergessen, warum ich hier im Exil hocke.
Ob es ihnen allen gut geht? Ich hoffe es.
Ich vermisse sie… Saelrandir und Yaerdis, Farol und Lhin, Silbion und Nanaisu…, die ganzen Hobbits, den ganzen Haufen.
Mir fehlen meine Freunde.
Mir fehlen meine Tiere.
Mir fehlt mein Leben.
Veröffentlicht in Epische Geschichte von Sonnenwind, Faronthir, Notizbuch | Kommentar schreiben »
Juni 15, 2009 von geraintcb
Vogelgezwitscher weckte Faronthir aus einem unruhigen Schlaf. In letzter Zeit konnte er sich nicht an seine Träume erinnern, doch er wachte immer mit einem unguten Gefühl auf. Außerdem fühlte er sich so erschöpft, als hätte er sich gar nicht erst hingelegt. Eine Weile blieb er noch liegen und lauschte dem Gesang. Viele Dinge gingen ihm durch den Kopf, gute wie schlechte, und wieder fragte er sich, was er nur tun sollte. Langsam musste er eine Entscheidung treffen, er konnte sich nicht für immer hier verstecken.
Er stand mühsam auf, seine Knochen protestierten mit einem Knacken, und verließ den Raum, in dem er sich die letzten Tage aufgehalten hatte. Oder waren es vielleicht schon Wochen? Er wusste es nicht mit Sicherheit. Es war ein schöner Morgen, die Sonne schien und es war warm. Der kleine Vogel saß auf einem Gestrüpp, das aus der geborstenen Mauer der Ruine herauswuchs, und sang sein Lied. Lächelnd ging Faronthir auf das kleine Tier zu und streckte die Hand danach aus. Der Vogel plusterte sich auf, tschilpte protestierend und flog davon.
Die Hand immer noch ausgestreckt, verblasste Faronthirs Lächeln. Von diesem kleinen Geschöpf abgelehnt zu werden tat ihm in der Seele wehe. Und es geschah nicht zum ersten Mal. Seit Faronthir dieses… Ding mit sich herumtrug, wollte kein Tier mehr in seiner Nähe sein. Scheinbar konnten sie es fühlen. Ihm fiel seine erste Begegnung mit Yarna wieder ein, und wie er eine Karte vom Stapel ihrer Tarot-Karten genommen hatte. Der Eremit. Wie bezeichnend.
Er ließ die Hand langsam sinken, neigte den Kopf und schlich zurück in seinen Unterschlupf. Wenn dies sein Schicksal sein sollte, was konnte er schon dagegen tun?
Veröffentlicht in Epische Geschichte von Sonnenwind, Erzählung, Faronthir | Kommentar schreiben »