Galtrev liegt in relativem Frieden. Es gab da allerdings noch eine Aufgabe, über die ich einige Zeilen schreiben möchte. Und zwar geht es um die Schweine rund um das Dorf. Und damit meine ich nicht die Orks.
Wir waren schon verschiedentlich im Gelände rund um das Dorf unterwegs und haben „Fleisch gemacht“, das heißt, wir haben Tiere erlegt, die als Nahrung für Galtrev dienen sollten. Da waren auch einige Keiler dabei. Und auch zuvor schon habe ich so manches Schweinevieh erlegt und verspeist. Es gibt diese Tiere in allen möglichen Spielarten. Aber was ich da gesehen habe, das konnte ich einfach nicht glauben.
Man hatte uns gesagt, dass es im Wald einen alten und besonders gemeinen Keiler geben sollte. Angeblich hatte sich schon einige an ihm versucht, er war seinen Häschern aber jedes Mal wieder entwischt. Jetzt sollten wir einmal unser Glück versuchen. Gesagt getan. Aber wie!
Wir durchstreiften den Wald. Nach einer ganzen Weile fanden wir seltsame Abdrücke im Boden. Sie sahen wie die Abdrücke von Schweinefüßen aus, aber sie waren viel zu groß. Ich dachte schon, jemand wolle uns einen Bären aufbinden. Dann, vor einer Höhle, standen wir plötzlich vor dem Besitzer dieser Abdrücke. So ein Monstrum hatte ich noch nie gesehen. Die Hobbits hatten vorher gesagt, das Tier wäre so groß wie ein Haus. Und, bei meinem Bart, dieses Tier konnte leicht als ein Hobbitsmial herhalten. Selten habe ich ein größeres Tier gesehen.
Es war eine Mordsarbeit, den Keiler zu erlegen. Wir vier, das heißt Ceadric, Perline, Fearil und meine Wenigkeit, mussten uns vor den Hauern des Tieres vorsehen. Und es war unheimlich schnell. Das hätte ich einem solchen Berg von Fleisch gar nicht zugetraut. Aber schließlich siegten wir. Ich habe mal wieder einige dicke blaue Flecken davongetragen, aber was einen nicht tötet, das härtet einen ab.
In Galtrev brauchte niemand mehr unsere Hilfe, also fragten wir herum und erhielten eine neue Information. Nordöstlich von Galtrev giebt es eine andere Ansiedlung, in der sich die Falkensippe aufhält. Dorthin sind wir dann aufgebrochen.
Wir fanden hier einige der Grauen Schar vor, und zusammen gingen wir in das Dorf. Wir wurden misstrauisch beäugt und nicht gerade herzlich empfangen. Wenn Saruman etwas gut kann, dann ist das Zwiespalt in die Herzen der Menschen zu sähen. Während wir noch mit einigen Dorfbewohnern sprachen, kam ein Stein geflogen und traf einen der Waldläufer am Hinterkopf. Der machte zwar kein Aufhebens um die Sache, trotzdem war es für beide Seiten unangenehm. Eine junge Frau, die sich als die Tochter des Sippenchefs entpuppte, war regelrecht erbost über diesen Zwischenfall.
Es kam später auch noch zu regen Diskussionen zwischen einzelnen Mitgliedern der Sippe, aber wir einigten uns auf eine Art Waffenstillstand. Es gibt auch hier wieder einiges für uns zu tun. Hoffentlich können wir diesen Menschen genau so helfen wie denen in Galtrev.
