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Im Goldenen Barsch zu Stock ging es hoch her. Nun, das tat es natürlich oft, waren die Hobbits doch ein fröhliches Volk und dem Trinken genau so wenig abgeneigt wie dem Essen. Es wurde gesungen und gelacht, das Bier wollte einfach nicht zur Neige gehen und der Pfeifenrauch hätte dazu ausgereicht, das gesamte Auenland in Nebel zu hüllen – mindestens!

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Über den Anduin

Es ist tatsächlich so gekommen, wie ich es befürchtet habe. Wir haben den Anduin überquert. Die Situation im großen Düsterwald hat Dimensionen angenommen, die in dieser Form nicht länger ignoriert werden können. Die Elben Loriens haben auf der anderen Seite des Flusses einen Brückekopf eingerichtet, von wo aus alle Vertreter der freien Völker Mittelerdes sich am Kampf gegen das Übel beteiligen können.

Der Verdacht, dass sich einer der Neun in Dol Guldur verschanzt haben soll, verdichtet sich immer weiter. Einige wollen einen schwarzen Reiter auf einem fliegenden Ungetüm gesehen haben.

Ich habe meine ersten Schritte auf diesem fremden Ufer bereits getan. Wie trostlos dieser Wald doch ist, er trägt seinen namen zurecht. Und überall wimmelt es von Orks, Bilwissen und Wargen. Ich verstehe diese seltsame Eile nicht, die den Feind scheinbar plötzlich überfallen hat. Ist Er sich so sicher, dass er einen Krieg an mehreren Fronten riskiert? Oder ist es vielleicht sogar Unsicherheit? Die nächsten Wochen werden uns darauf hoffentlich eine Antwort liefern.

Ein einzelner Eintrag

Ruhig ist es geworden in letzter Zeit. Fast schon zu ruhig. Einige Dinge sind im Sande verlaufen – Yarna zum Beispiel ist seit einiger Zeit verschwunden. Und damit sind auch die entsprechenden Nachforschungen schwerer geworden, vielleicht sogar unmöglich. Ich frage mich, wo das Kind nur steckt.
Nach den ganzen Dingen, die wir erfahren und gemutmaßt haben, da tritt auf einmal dieses totale Stille ein. Ist das noch ein größerer Grund zur Sorge? Kommt auf einmal der große Knall?

Ich selbst bin wieder in alte Gewohnheiten verfallen und habe mich in meinem Haus vergraben. Es gab aber auch einfach zu viele interessante Dinge, die ich mir ansehen und untersuchen wollte. Und wie immer, wenn ich mich dermaßen auf die Arbeit stürze, vergeht die Zeit scheinbar wie im Fluge. Ist es tatsächlich schon so lange her, dass ich meinen letzten Eintrag gemacht habe? Unglaublich.

Trotzdem glaube ich, dass wir uns schon bald wieder wünschen werden, dermaßen ruhig und beschaulich unser Leben führen zu können. Mein Gefühl sagt mir, dass am Horizont schon wieder neue dunkle Wolken auf uns lauern. Gerüchten zur Folge rührt sich der Feind im Düsterwald. Dol Guldur, einst eine Hochburg des Feindes im Düsterwald, soll wieder besetzt sein. Die Galadhrim klagen über Überfalle aus dem Norden. Orks halten das andere Ufer des Anduin besetzt und empfangen jeden mit Pfeilen, der eine Überquerung versucht. Bisher sind sie damit sehr erfolgreich.
Um allem die Krone aufzusetzen soll hinter all dem einer der Neun stecken. Sollte dies war und nicht nur ein Gerücht sein, dann stehen uns harte Zeiten bevor. Wenn der Feind einen der Ringgeister schickt, hat er größeres vor.

Vielleicht ist die Phase, die wir gerade erleben, einfach nur die berühmte Ruhe vor dem Sturm. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur ein alter Mann, der sich zu viele Gedanken macht.

So oder so, ich werde mich jetzt erst einmal auf den Weg machen, zum Sippenhaus gehen und dort nachforschen, was sich in letzter Zeit so getan hat.

Die Geschichte von Sonnenwind ist noch nicht am Ende angelangt, da bin ich mir sicher.

Schatten der Vergangenheit?

Die Geschehnisse der letzten Stunden waren beeindruckend. Ich werde aus Yarna immer noch nicht ganz schlau, statt Antworten erhalten wir nur immer mehr Fragen.

Zu bestimmten Zeiten, anscheinend immer dann, wenn Yarnas eigene Persönlichkeit ausgeschaltet ist, zum Beispiel aus Erschöpfung oder Schwäche, dringt der Geist einer anderen Person zu ihr durch. Ich benutze das Wort “Geist”, sowohl im Sinne eines bösen Geistes, als auch im Sinne von Gedanken eines noch lebenden Wesens.
Vor kurzem hatte Yarna wohl wieder einen dieser Anfälle, wobei Tulucam und Silbion zugegen waren. Die beiden hatten Yarna dann in Elronds Haus nach Bruchtal gebracht. Ich erfuhr dies erst, als ich auf dort auf die Gefährten traf. Ich hatte ursprünglich die Gelegenheit genutzt und einige Bücher in Herrn Elronds Bibliothek gesichtet.

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Das ist mir in meiner ganzen Zeit, die ich von meiner Heimat getrennt bin, noch nicht passiert.

Gestern ging eine, ich muss sagen recht große, Gruppe der Sippe Sonnenwind den Pfad zu Thorins Hallen entlang. Es hatte ein Einladung von einem Zwerg namens Garomur gegeben. Ich kannte die Details nicht genau, aber mir war nach einem Ausflug, und so zog ich mit. Während der Weg hinauf in den Norden recht angenehm war – vor allem Achas hatte ihre Freude an der kalten Luft – war der Empfang alles andere als herzlich.

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Frei

Es ist geschafft. Ich weiss immer noch nicht so genau, wie und warum, aber es ist geschafft.

Eine seltsame Geschichte. Nach meinem Traum rappelte ich mich auf, um zu den Anderen zu gehen. Doch unterwegs kam mir der Gedanke, dass ich besser erst einmal zu meinem Haus gehen sollte. Ich sah eher verboten aus in meiner zerschlissenen und verdreckten Kleidung. Mein Haus in der Siedlung Falathorn lag leer und verlassen da. Kein Tier war in der Nähe zu sehen, und das tat mir in der Seele weh.

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Ein Traum

Faronthir lag auf seinem improvisierten Lager und schlief unruhig. Sein Traum war wirr, Schatten jagten ihn, wiederliche Fratzen verhöhnten ihn und um ihn herum war lautes Jammern und Kreischen.Über allem lag eine Art Summen, das sich wie ein roter Faden durch den Traum zog. Manchmal glaubte Faronthir, in dem Summen eine Stimme zu hören, die zu ihm sprach, ohne dass er die Worte verstehen konnte. Aber sicherlich hätte er die Worte nicht besonders gemocht.

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Nicht mehr allein

Ich bin nicht mehr allein. Wie sie es geschafft hat, weiss ich nicht, doch gestern Abend stand auf einmal Achas vor dem Eingang meiner Zufluchtsstätte. Vermutlich hat sie ihre feine Nase hierher geführt, oder sie besitzt einen Instinkt, der mir unbekannt ist. Sie stand einfach nur da und blickte in meine Kammer hinein. Hätte der Wind nicht gedreht und ihren Geruch in meine Richtung getragen, ich hätte sie vermutlich überhaupt nicht bemerkt.

Mir schlug das Herz bis zum Hals. Ich hatte sie sofort erkannt, aber ich hatte Angst davor, wie sie auf mich reagieren würde, nachdem ich ihr und den Anderen so übel mitgespielt hatte. Ganz vorsichtig bin ich auf sie zugegangen. Ihre Augen waren – es ist schwer zu beschreiben. Da war keine Anklage, sondern Verständniss und eine grimmige Entschlossenheit. Ich streichelte über ihren großen Kopf, dann sank ich auf die Knie und umarmte das Tier. Wie lange ich so dort hockte, weiss ich nicht, aber es hat mir unheimlich gut getan.

Wir waren dann noch unterwegs – sie drängte mich geradezu, mein Verteck zu verlassen. Einen Widerspruch hätte sie sicher nicht zugelassen. Ich habe mich vorsichtig unter die Leute am Bühl gemischt – ist denn tatsächlich schon wieder ein Fest im Gange – und habe mir dort frische Nahrungsmittel besorgt.

Aber noch bin ich nicht bereit, mein Versteck endgültig zu verlassen. Noch nicht. Ich bin immer noch nicht völlig Herr über mich selbst. Ob ich das jemals wieder sein werde?

Streets of Bree-Town

Im Original ist dies Streets of London ein Lied von Ralph McTell, und schon beim ersten Zuhören habe ich den Text leicht umgedichtet. Die Änderungen sind nur minimal, erfordern dichterische Freiheit und sind sicherlich nicht besonders gut, aber mit gefällt’s ;)

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Irgendwo auf Naboo

Diese Geschichte fällt unter die Kategorie “Weltfremd”, denn sie stammt noch aus meiner SWG-Zeit. Wer sich also nicht von LotRO ablenken lassen will, der sollte nicht weiterlesen ;)

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