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Schatten der Vergangenheit?

Die Geschehnisse der letzten Stunden waren beeindruckend. Ich werde aus Yarna immer noch nicht ganz schlau, statt Antworten erhalten wir nur immer mehr Fragen.

Zu bestimmten Zeiten, anscheinend immer dann, wenn Yarnas eigene Persönlichkeit ausgeschaltet ist, zum Beispiel aus Erschöpfung oder Schwäche, dringt der Geist einer anderen Person zu ihr durch. Ich benutze das Wort „Geist“, sowohl im Sinne eines bösen Geistes, als auch im Sinne von Gedanken eines noch lebenden Wesens.
Vor kurzem hatte Yarna wohl wieder einen dieser Anfälle, wobei Tulucam und Silbion zugegen waren. Die beiden hatten Yarna dann in Elronds Haus nach Bruchtal gebracht. Ich erfuhr dies erst, als ich auf dort auf die Gefährten traf. Ich hatte ursprünglich die Gelegenheit genutzt und einige Bücher in Herrn Elronds Bibliothek gesichtet.

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Das ist mir in meiner ganzen Zeit, die ich von meiner Heimat getrennt bin, noch nicht passiert.

Gestern ging eine, ich muss sagen recht große, Gruppe der Sippe Sonnenwind den Pfad zu Thorins Hallen entlang. Es hatte ein Einladung von einem Zwerg namens Garomur gegeben. Ich kannte die Details nicht genau, aber mir war nach einem Ausflug, und so zog ich mit. Während der Weg hinauf in den Norden recht angenehm war – vor allem Achas hatte ihre Freude an der kalten Luft – war der Empfang alles andere als herzlich.

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Frei

Es ist geschafft. Ich weiss immer noch nicht so genau, wie und warum, aber es ist geschafft.

Eine seltsame Geschichte. Nach meinem Traum rappelte ich mich auf, um zu den Anderen zu gehen. Doch unterwegs kam mir der Gedanke, dass ich besser erst einmal zu meinem Haus gehen sollte. Ich sah eher verboten aus in meiner zerschlissenen und verdreckten Kleidung. Mein Haus in der Siedlung Falathorn lag leer und verlassen da. Kein Tier war in der Nähe zu sehen, und das tat mir in der Seele weh.

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Ein Traum

Faronthir lag auf seinem improvisierten Lager und schlief unruhig. Sein Traum war wirr, Schatten jagten ihn, wiederliche Fratzen verhöhnten ihn und um ihn herum war lautes Jammern und Kreischen.Über allem lag eine Art Summen, das sich wie ein roter Faden durch den Traum zog. Manchmal glaubte Faronthir, in dem Summen eine Stimme zu hören, die zu ihm sprach, ohne dass er die Worte verstehen konnte. Aber sicherlich hätte er die Worte nicht besonders gemocht.

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Nicht mehr allein

Ich bin nicht mehr allein. Wie sie es geschafft hat, weiss ich nicht, doch gestern Abend stand auf einmal Achas vor dem Eingang meiner Zufluchtsstätte. Vermutlich hat sie ihre feine Nase hierher geführt, oder sie besitzt einen Instinkt, der mir unbekannt ist. Sie stand einfach nur da und blickte in meine Kammer hinein. Hätte der Wind nicht gedreht und ihren Geruch in meine Richtung getragen, ich hätte sie vermutlich überhaupt nicht bemerkt.

Mir schlug das Herz bis zum Hals. Ich hatte sie sofort erkannt, aber ich hatte Angst davor, wie sie auf mich reagieren würde, nachdem ich ihr und den Anderen so übel mitgespielt hatte. Ganz vorsichtig bin ich auf sie zugegangen. Ihre Augen waren – es ist schwer zu beschreiben. Da war keine Anklage, sondern Verständniss und eine grimmige Entschlossenheit. Ich streichelte über ihren großen Kopf, dann sank ich auf die Knie und umarmte das Tier. Wie lange ich so dort hockte, weiss ich nicht, aber es hat mir unheimlich gut getan.

Wir waren dann noch unterwegs – sie drängte mich geradezu, mein Verteck zu verlassen. Einen Widerspruch hätte sie sicher nicht zugelassen. Ich habe mich vorsichtig unter die Leute am Bühl gemischt – ist denn tatsächlich schon wieder ein Fest im Gange – und habe mir dort frische Nahrungsmittel besorgt.

Aber noch bin ich nicht bereit, mein Versteck endgültig zu verlassen. Noch nicht. Ich bin immer noch nicht völlig Herr über mich selbst. Ob ich das jemals wieder sein werde?

Streets of Bree-Town

Im Original ist dies Streets of London ein Lied von Ralph McTell, und schon beim ersten Zuhören habe ich den Text leicht umgedichtet. Die Änderungen sind nur minimal, erfordern dichterische Freiheit und sind sicherlich nicht besonders gut, aber mit gefällt’s ;)

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Irgendwo auf Naboo

Diese Geschichte fällt unter die Kategorie „Weltfremd“, denn sie stammt noch aus meiner SWG-Zeit. Wer sich also nicht von LotRO ablenken lassen will, der sollte nicht weiterlesen ;)

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Regentag

Ich bin jetzt schon seit – seit einigen Tagen hier an diesem Ort, vielleicht auch schon seit Wochen. Wie sehr ich doch die Hobbitküche vermisse. Hier lebe ich nur von den Beeren und Wurzeln, die ich finde, und ab und zu erwische ich auch einmal ein Kaninchen, einmal bisher sogar einen Keiler.

Momentan regnet es draußen. Der Regen fällt einfach so wie lange Schnüre vom Himmel, es geht fast kein Wind. Es ist alles unglaublich deprimierend. Langsam habe ich das Gefühl, dass ich den Verstand verliere, so einsam wie ich hier draußen bin. Doch wage ich mich einfach nicht hier weg. Es ist schon gut, dass ich meine Gedanken meist aufzeichne, sonst hätte ich wohl schon wieder vergessen, warum ich hier im Exil hocke.

Ob es ihnen allen gut geht? Ich hoffe es.

Ich vermisse sie… Saelrandir und Yaerdis,  Farol und Lhin, Silbion und Nanaisu…, die ganzen Hobbits, den ganzen Haufen.

Mir fehlen meine Freunde.
Mir fehlen meine Tiere.
Mir fehlt mein Leben.

Der Eremit

Vogelgezwitscher weckte Faronthir aus einem unruhigen Schlaf. In letzter Zeit konnte er sich nicht an seine Träume erinnern, doch er wachte immer mit einem unguten Gefühl auf. Außerdem fühlte er sich so erschöpft, als hätte er sich gar nicht erst hingelegt. Eine Weile blieb er noch liegen und lauschte dem Gesang. Viele Dinge gingen ihm durch den Kopf, gute wie schlechte, und wieder fragte er sich, was er nur tun sollte. Langsam musste er eine Entscheidung treffen, er konnte sich nicht für immer hier verstecken.

eremitEr stand mühsam auf, seine Knochen protestierten mit einem Knacken, und verließ den Raum, in dem er sich die letzten Tage aufgehalten hatte. Oder waren es vielleicht schon Wochen? Er wusste es nicht mit Sicherheit. Es war ein schöner Morgen, die Sonne schien und es war warm. Der kleine Vogel saß auf einem Gestrüpp, das aus der geborstenen Mauer der Ruine herauswuchs, und sang sein Lied. Lächelnd ging Faronthir auf das kleine Tier zu und streckte die Hand danach aus. Der Vogel plusterte sich auf, tschilpte protestierend und flog davon.

Die Hand immer noch ausgestreckt, verblasste Faronthirs Lächeln. Von diesem kleinen Geschöpf abgelehnt zu werden tat ihm in der Seele wehe. Und es geschah nicht zum ersten Mal. Seit Faronthir dieses… Ding mit sich herumtrug, wollte kein Tier mehr in seiner Nähe sein. Scheinbar konnten sie es fühlen. Ihm fiel seine erste Begegnung mit Yarna wieder ein, und wie er eine Karte vom Stapel ihrer Tarot-Karten genommen hatte. Der Eremit. Wie bezeichnend.

Er ließ die Hand langsam sinken, neigte den Kopf und schlich zurück in seinen Unterschlupf. Wenn dies sein Schicksal sein sollte, was konnte er schon dagegen tun?

Der Stein

Da ich hier, in dem mir selbst auferlegten Exil, nicht viel zu tun habe, verbrachte ich einige Zeit damit, den Stein genauer zu betrachten. Es ist wirklich eine großartige Arbeit. Natürlich mag es sein, dass mein Urteilsvermögen durch dies Ding getrübt wird und ich es mit anderen Augen sehe – oder eben nur das sehe, was es mich sehen lässt.

Doch so oder so, möchten in mir Zweifel hochkommen, dass es sich hierbei um ein Werk des Feindes handelt. Dafür wirkt es zu schön und zu sauber. Doch hat er schon einmal andere für sich arbeiten lassen… Ich wünschte, ich könnte mich mit den Anderen austauschen, doch wage ich mich einfach nicht hervor. Wer weiss, welches Leid ich unter sie tragen würde. Wieder verspüre ich diesen Druck in meinem Kopf. Was es auch immer ist, irgendetwas geht von diesem Stein aus, und all mein Wissen hilft mir nicht, davon loszukommen.

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