„Bei meinem Bart!“ Mit allen Anzeichen der Frustration schmiss Faronthir die Schreibfeder quer durch den Raum. Die Spitze fand genau den Riss in einem der Balken, welche das Dach stützten, und die Feder blieb stecken.
Der alte Mann begann nun, vor seinem Schreibpult hin und her zu wandern. Der ohnehin schon mitgenommene Teppich wurde dabei noch stärker ausgetreten. Es gab schon eine regelrechte Schneise, in der von den ursprünglichen Farben und Mustern nichts mehr zu erkennen war.
Schließlich ging Faronthir hinüber zu einem kleinen Tisch und nahm sich von dort Pfeife und Tabaksbeutel. Mit Hingabe stopfte er die Pfeife und entzündete sie wenig später. Dann setzte er seinen Marsch durch das Zimmer fort, jetzt eine Wolke aus Rauch hinter sich herziehend.
Archo, der Rabe, hatte oben auf einem Schrank gesessen und sich mit ausgiebig das Federkleid geputzt. Durch Faronthirs plötzlichen Ausbruch neugierig gemacht, saß er nun vorne auf der Kante des Schrankes und blickte mit schief gelegtem Kopf auf seinen Herrn herunter. Immer dann, wenn Faronthir unter dem Schrank vorrüber kam, gab der Vogel eine täuschend echte Imitation eines menschlichen Hustens von sich. Er konnte die Qualmerei nämlich nicht leiden, müsst Ihr wissen.
Faronthir bekam das nicht mit, er brummelte die ganze Zeit vor sich hin. „Kann doch nicht so schwer sein… Hab’ noch immer alles ‘rausbekommen…“ Jetzt begann er auch noch, mit den Händen herumzufuchteln. „So viel gelesen, so viel studiert, ist ja peinlich…“
Dann, als hätte er plötzlich einen Entschluss gefasst, ging er forschen Schrittes in Richtung Türe, öffnete sie und ging hinaus. Kurz danach kam er wieder herein, zog sich erst mal die Stiefel an, schnappte sich seinen Hut und seine Angel, verließ das Haus und schloss die Türe hinter sich, nur um sie direkt wieder zu öffnen und in Archos Richtung zu rufen: „Wie ist es nun? Kommst du mit?“
Natürlich kam er mit.