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Monatsarchiv: Oktober 2011

Warge und anderes Ungeziefer

Notizbucheintrag:

In Galtrev scheint langsam ein Umdenken statt zu finden. Alle Aufseher wurden entweder erschlagen und haben die Flucht ergriffen. Wenn einer oder einige es bis zu ihrem Herrn schaffen sollten, dann sehe ich allerdings schwarz für das Dorf.

So oder so, es ist weder friedlich noch sicher hier. Das Dorf entwickelt sich immer mehr zu einer Insel in einem Meer von feindlich gesinnten Wesen. Wir, das heißt Ceadric, Perline, Fearil und ich, haben uns bereit erklärt, den Bewohnern weiterhin beizustehen. Wir haben so zum Beispiel die Wolfspopulation ausgedünnt und waren auch „Fleisch machen“. Es gibt nordwestlich von Galtrev sehr ergiebige Jagdgründe, allerdings sind die Keiler dort sehr groß und gefährlich.

Wir sind auch den Spuren des toten Kundschafters weiter gefolgt und haben festgestellt, dass sich unweit von Galtrev eine Wargzucht befand. Ich sage befand, denn natürlich konnten wir es nicht dabei belassen. Wir suchten das Lager auf und erlegten manchen Warg. Ich kann kein Mitleid mit diesen Geschöpfen haben. Sie sind eine verderbte Version eines edlen Tiers. Noch schlimmer aber sind die Bilwisse.

Natürlich unterlag diese Zucht der Aufsicht einiger Bilwisse. Sie benutzen Warge oft als Reittiere. In diesem Fall ist dann das Tier mutiger als sein Reiter. Wir töteten einige dieser schmutzigen Kreaturen und legten Feuer an die Ställe. Ein Bilwiss ist kein all zu gefährlicher Gegner, aber meist treten sie in Horden auf und fallen einem in den Rücken. Ich trug eine eklige Risswunde an meinem linken Arm davon, die ich aber hinterher gut versorgen konnte. Sie heilt recht langsam, wird aber wohl nichts weiter als eine Narbe hinterlassen.

Galtrev hat eine Bedrohung weniger zu fürchten. Aber ich glaube, dass unsere Arbeit hier noch nicht völlig getan ist. Es gibt wohl noch ein kleineres Dorf im Nordosten, und dort kann man ebenfalls unsere Hilfe gebrauchen. Wir können diesen Menschen hier helfen und sie vielleicht sogar von dem Schatten befreien, den Sarumans Hand auf sie geworfen hat. Dann wäre der Weg zwischen Nord und Süd frei.

 
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Geschrieben von - Oktober 31, 2011 in Faronthir, Notizbuch

 

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Aufstand, Murmeln & vermisste Kundschafter

Ein weiterer Eintrag:

Es gab eine erste Revolte. Zumindest einige der Einheimischen verstehen jetzt, wie sie von Saruman verraten und zum Narren gehalten wurden. Ein Dunländer, der vor einiger Zeit aus Galtrev verschwunden war, kehrte während der Nacht zurück. Einer der Aufseher wollte ihm ans Leder, es kam zum Kampf, und bevor ich mich versah droschen Dunländer und Orks aufeinander ein. Natürlich hielten meine Freunde und ich uns nicht zurück und konnten auch den einen oder anderen Ork erledigen.

Damit ist die Gefahr aber noch lange nicht gebannt. Galtrev ist immer noch eine Insel in einem Meer von Feinden, und je weiter man nach Süden geht, desto tiefer und gefährlicher wird dieses Meer.

Noch etwas war interessant, und ich will es hier mal aufschreiben. Ein Kind aus dem Dorf sprach uns an, es vermisste ein Spielzeug und bat uns, bei der Suche zu helfen. Das taten wir. Wir fanden schließlich heraus, dass eine Krähe das Ding geklaut hatte. Nach kurzer Überlegung rief ich Archo zu mir und bat ihn, uns bei der Suche zu helfen. Wenn du eine Krähe suchst, frage einen Raben um Hilfe.

Wir fanden, etwas außerhalb von Galtrev, einen seltsamen Mann. Überall um ihn herum waren Krähen, scheinbar seine Haustiere. Wir sprachen ihn an und er erzählte uns, er wäre ein großer Zauberer, größer noch als Saruman. Und ja, er hätte, was wir suchen, und er nannte es einen Palantir. Ich hielt ihn direkt für einen Spinner. Zum einen gibt es nicht mehr viele dieser sehenden Steine, zum anderen sollen sie so groß sein, dass eine Krähe sie niemals tragen könnte.

Aber ich wollte das Risiko nicht eingehen. Das Kind im Dorf hatte zwar von einem Spielzeug gesprochen, aber man weiss ja nie. Wir taten also, was dieser komische Kerl uns auftrug. Am Ende meinte er dann, seine Macht an uns beweisen zu müssen und griff uns an. Armer Tropf. Wir fanden die Kugel bei ihm, und es war wirklich nur eine größere Murmel, ein Spielzeug. Ich fand die ganze Geschichte unheimlich traurig. Im Grunde war dieser Mann nur ein armer Spinner. Gestorben für eine Murmel, das ist traurig.

Aber die Arbeit ist noch nicht getan. Wir haben schon vom nächsten Problem gehört und haben Nachforschungen angestellt. Ein weiterer Bewohner des Dorfes wurde vermisst, und bei unserer Suche fanden wir seine Überreste, über denen gerade ein Warg hing. Wir haben das Monster erlegt, und darum ist es mir nicht schade.

Jetzt müssen wir die Nachricht vom Tod des Mannes nach Galtrev bringen. Und dann sollten wir vielleicht etwas gegen die Warge in dem Gebiet tun.

 
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Geschrieben von - Oktober 19, 2011 in Faronthir, Notizbuch

 

Stock und Stein

Faronthir machte sich folgende Notizen:

Es gibt keine Zufälle. Irgend etwas lenkt uns. Ich will damit nicht sagen, dass jeder unserer Schritte bereits komplett vorgegeben wurde. Aber irgend etwas lenkt uns in gewisse Bahnen. Anders kann ich mir das nicht erklären.

So hielt ich mich gestern mit Ceadric am nördlichen Eingang von Galtrev auf. Der junge Herr war besorgt, weil er mich den ganzen Tag nicht gesehen hatte. Tatsächlich hatte ich in eine lange Unterhaltung mit einigen der anderen Menschen hier verstricken lassen und hatte gar nicht bemerkt, wie die Zeit verging. Ich habe fast ein schlechtes Gewissen deswegen.

Die Zustände hier in diesem Gefangenenlager, denn nichts anderes ist es, haben sich nicht gebessert. Zwar sind immer mehr neue Gesichter aufgetaucht, die eindeutig nicht auf Sarumans Soldliste stehen, aber die Wärter hier sind immer noch blind und taub für jede Art von Gefahr.

Nun, jedenfalls hielten Herr Ceadric und ich und dort draußen auf, um ein wenig zu plaudern, fern von gespitzten Orkohren, als nach und nach weitere Leute den Weg heraufkamen, oder oben aus dem Lager den Weg hinunterkamen. Es waren fast ausnahmslos bekannte Gesichter. Es hat mir glatt die Sprache verschlagen. Ich schrieb schon über das Schicksal, und wie es uns in Richtung Süden zieht. Das war eine Theorie, aber langsam entwickelt es sich zu einer Tatsache. Die Gründe mögen verschiedene gewesen sein, doch jetzt sind sie alle hier, in Galtrev, nahe der Pforte zu Rohan.

Ich sah Silbion, Leonia, Gisetraud, Angrim, Ebonwyn, Aeglond und zwei mir noch unbekannte Gesichter. Man hat mir zwar ihre Namen gesagt, aber, man möge mir verzeihen, ich habe sie noch nicht so gut im Kopf. So viele alte Freunde auf einen Haufen, so weit ab von Bree.

Apropos Bree. Wie ich gehört habe, liegt das Haus von Sonnenwind jetzt verlassen da. Die Gemeinschaft ist zerbrochen. Zu viele haben eigene Wege eingeschlagen, so dass am Ende das Haus nicht mehr mit Leben gefüllt werden konnte. Sonnenwind hat allerdings seinen Wert bewiesen, und ich bin stolz, einmal ein Teil davon gewesen zu sein. Vieles haben wir erreicht, vielem sind wir entgegen getreten. Und doch traten wir in Bree nur auf der Stelle.

Verteidigung ist nicht länger genug. Um einen Unterschied in diesem Konflikt zu machen, um dem Terror endlich ein Ende zu setzen, müssen wir den Kampf jetzt zu unserem Feind tragen. Quer durch Mittelerde, vom Norden in den Süden, von Arnor bis Gondor, querfeldein.

Über Stock und Stein.

P.S. Frau Gisetraud macht mir Sorgen. Irgend etwas stimmt nicht mit ihr. Wir waren alle voll guter Laune und Freude über unser Wiedersehen, aber sie erschien mir zornig und irgendwie enttäuscht. Sie wollte nicht darüber reden, und ich konnte und wollte sie nicht zwingen. Vielleicht erfahre ich später mehr darüber. Ich hoffe, sie macht keinen Unsinn.

 
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Geschrieben von - Oktober 17, 2011 in Faronthir, Notizbuch

 

Galtrev

Ein weiterer Eintrag im Notizbuch:

Die Zustände in Galtrev sind erschreckend, und das in vielerlei Hinsicht. Die Menschen hier stehen unter der Aufsicht von Halborks, allesamt Schergen der Weißen Hand. Sie schuften wie verrückt. Und einige tun dies tatsächlich freiwillig. Der Hass der Dunländer gegen Rohan sitzt tief, und viele schenken Sarumans Versprechungen Glauben. Der Verräter redet den Dunländern ein, er würde mit ihnen gegen Rohan kämpfen, um ihnen dann ihre angestammten Länder zurück zu geben. Sie glauben es wirklich.

Ich habe schon mehrfach von Sarumans besonderer Begabung gehört, von seiner silbernen Zunge. Wie es scheint, hat er einige seiner Schergen in dieser Kunst unterwiesen. Einige der Menschen, die eindeutig Orkblut in ihren Adern haben, drücken sich geschickter aus, als so mancher hohe Herr, dem ich in meinem Leben begegnet bin.

Aber noch mehr der Dunländer sind nichts anderes als Sklaven, Arbeitsmaterial, von dem es genug gibt und um dessen Nachschub man sich kaum Sorgen machen muss. Ich schrieb ja bereits darüber, dass man uns einfach in dieses Dorf Galtrev ließ und uns einfach nur für weitere Arbeiter hielt. Wir haben mit den Aufsehern gesprochen und bekamen direkt eine Art leitenden Posten angeboten. Man stellte uns vor die Wahl: Entweder konnten wir diesen armen Menschen helfen, oder wir konnten ihnen mit der Peitsche Beine machen. Unter keinen Umständen würde ich zweiteres tun, niemals. Also hörten wir uns um und gingen den Leuten zur Hand.

Wir gingen dabei mit besonderer Umsicht vor. Damit will ich sagen, dass unsere Speere eher deren Träger schädigen werden, als einen Feind Sarumans zu töten. Und einige der Belagerungsmaschinen werden bereits auf dem Weg zu ihrem Einsatzort in sich zusammen fallen.

Und Saruman bereitet sich auf einen Krieg vor. Die Zahl der Waffen, die hier gefertigt werden, ist gewaltig. Ich weiss nicht, wen er damit ausrüsten will, woher er die Zahl der Kämpfer holen will. Denn wenn es so weitergeht, hat er die Bevölkerung von Dunland bald verschlissen.

Ich will noch erwähnen, dass unsere kleine Gruppe nicht alleine hier tätig ist. Ich habe einzelne Blicke und Worte mit Anderen getauscht, die das gleiche Ziel wie wir verfolgen. Vielleicht werden wir es schaffen, dieses Dorf von seinen Unterdrückern zu befreien, ob nun mit deren Unterstützung oder ohne.

Oh, eines darf ich auf keinen Fall vergessen. Unsere kleine Gruppe ist inzwischen um eine Person angewachsen. Frau Faeril stieß in Galtrev zu uns und hat mit uns zusammen die verschiedenen Aufgaben bewältigt. Und ich sage es noch einmal: Alle Wege führen jetzt in den Süden. Es ist mehr als ein reiner Zufall, dass wir uns hier, so weit entfernt von Bree, über den Weg laufen.

 
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Geschrieben von - Oktober 4, 2011 in Faronthir, Notizbuch

 

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